Kleine Kinder lernen das Fahrrad fahren häufig mit Hilfe von
Stützrädern. Die Darstellung von Fischsymbolen erinnert mich immer an
Stützräder. Fischsymbole sehen zwar schön aus und werden meist auch in
verschiedenen Größen dargestellt, sind aber aus meiner Sicht wirklich
nur etwas für den Echolotneuling. Warum ich so denke?

Fischsymbole sind das Ergebnis von einem Rechnerprogramm, das Rohecho‘s
in Fischsymbole umwandelt. Bei dieser Umwandlung bleiben jedoch viele
Informationen auf der Strecke. Noch schlimmer ist, dass manche Dinge
vom Rechnerprogramm falsch interpretiert werden. Falschanzeigen sind
dann die Folge.

Erst kürzlich erlebte ich einen Echolotanwender, der stundenlang
erfolglos an einer Stelle fischte an der laut Echolot in Grundnähe
Fisch an Fisch stand. Ein kurzer Blick auf mein Echolot mit
eingeschalteter Fischsichelanzeige verriet, dass am Grund ein starker
Pflanzenbewuchs war, von Fischen fehlte aber jede Spur. Der Rechner des
Echolotes auf dem anderen Boot interpretierte den Pflanzenbewuchs als
Fische. Ärgerlich!

Im Gegensatz hierzu vermittelt die Fischsichelanzeige eine
ungeschminkte Unterwasserwelt. Es ist zu Anfang zwar etwas schwierig,
das Angezeigte richtig zu deuten, aber schon nach wenigen Ausfahrten
ist man durchaus in der Lage, Fischsicheln richtig zu interpretieren.
Echolot Sichel 1X1
Das Boot muss den Fisch möglichst direkt überqueren, damit eine
optimale Sichel erscheint. Ist der geortete Fisch seitlich vom Boot,
entsteht eine unvollkommene Sichel.
Mit der Sichelanzeige sind Sie in der Lage, einen im Geberwinkel
geführten Köder zu erkennen. Besonders beim Pilken und Vertikal-Jiggen
ist diese Möglichkeit von größter Bedeutung. Aber auch Wallerangler
schwören auf die Fischsichelanzeige. Beim Welsangeln mit dem Holz und
Köderpräsentation unter dem Boot erkennen diese Cracks dann ihren Köder
als durchgehende Linie. Ein steigender Waller wird als große Sichel
dargestellt, die sich dem Köder (Linie) nähert.

Mit etwas Erfahrung sind sogar Rückschlüsse auf die geortete Fischart
möglich. Zander ergeben beispielsweise eine sehr spitze Sichelform.
Joachim Stollenwerk
Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise von der Cebbra GmbH –
Gesellschaft für professionelles Fischen – zur Verfügung gestellt.
Weitere Infos unter www.cebbra.de